Heilpädagogisches Voltigieren :

Zielgruppen: 

 

Menschen mit...

- geistiger Behinderung

- Sinnesbehinderung

- Verhaltensauffälligkeiten

- Wahrnehmungs- und Sprachstörungen

- Lern- und Teilleistungsschwächen

- Problemen im emotionalen und sozialen Bereich

 

Bei fast allen Zuständen zeigen sich Symptome wie Distanzlosigkeit, Kontaktarmut, vermindertes Selbstwertgefühl, Ängstlichkeit, Antriebslosigkeit, soziale Retardierung, Aggressivität, verminderte Frustrationstoleranz oder Hyperaktivität. Diese unerwünschten Verhaltensweisen können durch die emotionale Kontaktaufnahme zum Tier, gezielte Übungen sowie intensive Gruppendynamik positiv beeinflusst werden.

Das Pferd nimmt jeden Menschen so an, wie er ist. Es wertet nicht und ist frei von Vorurteilen, reagiert aber sehr wohl artgerecht und spontan auf gute oder schlechte Behandlung und setzt somit natürliche Grenzen. Beim HPV/R verbinden sich sensorisches, motorisches, soziales, emotionales und kognitives Lernen eng miteinander. Indikation und Zielsetzung werden in drei Bereiche gegliedert:

 

1. sensoriell-motorischen Bereich:

 

- Gleichgewichtsbeherrschung

- Gesamtkörperkoordination und Körperbewusstsein

- Raum-Lage-Orientierung

- Kräftigung, Lockerung und Entkrampfung der Muskulatur durch den dreidimensionalen, rhythmischen Bewegungsablauf des Pferdes

- Konditionsschulung

- Einfühlen in die Bewegung des Pferdes und Verbesserung der Haltung

- Sinneswahrnehmung (visuell, auditiv, taktil, olfaktorisch)

 

2. emotional-sozialen Bereich:

 

- Bildung und Aufbau von Vertrauen

- Aufbau und Steigerung des Selbstwertgefühls

- Eingestehen und Überwinden von Ängsten

- Aufbau von Verantwortungsbewusstsein

- Entwickeln und Fördern kooperativen Verhaltens

- Förderung des Durchsetzungvermögens

- Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit

- Abbau von aggressiven Verhaltensweisen, Umgang mit Antipathien

- Ablauf von gruppendynamischen Prozessen kennenlernen

- Pause vom Alltag, Energie tanken

- Annehmen der Korrekturen von Erwachsenen über das Medium Pferd

- Umgang mit Frustration und Erhöhung der Frustrationstoleranz

- Anerkennen und Einhalten gemeinsamer erstellter Regeln

- Anerkennung der Leistung anderer 

- Hilfe geben und Hilfe annehmen

 

3. kognitiven Bereich:

 

-Sprachverständnis

- Sprechbereitschaft

- Sprachfähigkeit

- Begriffsbildung

- Förderung der Merkfähigkeit

- Aufbau und Förderung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit

- Entwicklung von Durchhaltevermögen

- Entwicklung von Übertragungsfähigkeit

 

Psychomotorik:

In der psychomotorischen Bewegungsschatzkiste werden Kinder und Jugendliche ab dem dritten Lebensjahr in ihrer Entwicklung gefördert.

 

BEWEGUNG UND SPASS STÄRKEN...

 

...Wahrnehmung und Sinne

...Körpergefühl

...Gleichgewicht

...Koordination

 

 

BEWEGUNG UND SPASS FÖRDERN...

 

...Aufmerksamkeit

...Interaktion und Kommunikation

...Teamfähigkeit

 

BEWEGUNG UND SPASS ERMÖGLICHEN...

 

...Materialerfahrung

...Sozialerfahrung

...Sinneserfahrung